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Ankleidezimmer planen: So nutzt du den vorhandenen Platz

Ein eigenes Ankleidezimmer braucht nicht zwingend einen großen Raum. Mit der richtigen Aufteilung wird auch eine Nische, ein kleiner Nebenraum oder ein abgetrennter Teil des Schlafzimmers zum übersichtlichen Stauraum für Kleidung, Schuhe und Accessoires.

Das Wichtigste in Kürze

  • Erfasse zuerst Raummaße, Türen, Fenster, Steckdosen und Heizkörper.
  • Plane Schrankelemente nach deinem tatsächlichen Kleiderbestand.
  • Berücksichtige genügend Bewegungsfläche vor Schränken und Schubladen.
  • Kombiniere geschlossenen Stauraum mit offenen, schnell erreichbaren Bereichen.
  • Sorge für eine gleichmäßige Beleuchtung und einen großen Spiegel.

Ankleidezimmer planen: zuerst den Raum prüfen

Bevor du Schränke auswählst, hältst du die Grundfläche des Zimmers fest. Miss jede Wand einzeln aus und notiere Dachschrägen, Nischen und Vorsprünge. Auch die Öffnungsrichtung von Türen und Fenstern gehört in die Skizze.

Wichtig sind außerdem:

  • Positionen von Steckdosen und Lichtschaltern
  • Heizkörper und andere Wärmequellen
  • Sockelleisten und Wandvorsprünge
  • Raumhöhe und mögliche Dachschrägen
  • Verlauf von Türen und Schubladen

Zeichne den Raum am besten maßstabsgetreu auf. So erkennst du frühzeitig, wie tief Schränke ausfallen dürfen und wo ausreichend Bewegungsfläche bleibt.

Wie viel Platz braucht ein begehbarer Kleiderschrank?

Die benötigte Fläche hängt davon ab, ob du eine oder mehrere Wände mit Stauraum ausstattest. Bei einer einseitigen Schrankzeile brauchst du neben der Schranktiefe genügend Platz, um davor zu stehen und Türen oder Schubladen vollständig zu öffnen.

Für einen schmalen Raum bietet sich eine Schrankzeile entlang einer Wand an. In einem breiteren Ankleidezimmer kannst du zwei gegenüberliegende Seiten nutzen. Eine U-förmige Anordnung schafft viel Stauraum, benötigt aber eine größere Grundfläche.

Plane den Durchgang nicht zu knapp. Schranktüren, ausgezogene Schubladen und eine zweite Person brauchen mehr Bewegungsfreiheit, als ein leerer Raum zunächst vermuten lässt.

Begehbaren Kleiderschrank nach dem Inhalt planen

Eine gute Planung beginnt nicht beim Schrank, sondern bei deiner Kleidung. Prüfe deshalb vorab, was du unterbringen möchtest:

  • Wie viele Jacken, Kleider und Hemden sollen hängen?
  • Benötigst du mehr Platz für gefaltete Kleidung oder Kleiderstangen?
  • Wie viele Schuhe und Taschen besitzt du?
  • Sollen Schmuck, Gürtel und andere Accessoires eigene Fächer erhalten?
  • Möchtest du Bettwäsche, Koffer oder saisonale Kleidung dort aufbewahren?

Lange Kleidungsstücke benötigen einen höheren Hängebereich. Für Blusen, Hemden und Hosen kannst du zwei Kleiderstangen übereinander anordnen. Pullover und Shirts finden auf Böden oder in Schubladen Platz.

Ordne häufig getragene Kleidung auf Greifhöhe an. Saisonale Stücke, Koffer und selten genutzte Gegenstände können weiter oben verstaut werden.

Offene oder geschlossene Aufbewahrung?

Offene Schrankelemente geben dir einen schnellen Überblick und lassen kleine Räume leichter wirken. Allerdings bleiben Kleidung und Accessoires sichtbar. Damit das Ankleidezimmer ruhig erscheint, solltest du offene Fächer nicht vollständig füllen.

Geschlossene Kleiderschränke schützen den Inhalt vor Staub und bringen optische Ordnung in den Raum. Schiebetüren benötigen beim Öffnen keine zusätzliche Fläche vor dem Schrank. Drehtüren geben dagegen den gesamten Schrankbereich auf einmal frei.

Auch eine Mischung funktioniert: Kleidung hängt hinter geschlossenen Türen, während Schuhe, Taschen oder ausgewählte Accessoires offen untergebracht werden.

Schubladen, Kommoden und Ablageflächen ergänzen

Nicht jedes Kleidungsstück gehört auf einen Bügel. Unterwäsche, Socken und kleinere Accessoires verschwinden übersichtlich in Schubladen. Eine Kommode erweitert den Stauraum und bietet zugleich eine Ablagefläche.

Ist genügend Platz vorhanden, kannst du in der Raummitte eine niedrige Kommode oder eine schmale Insel aufstellen. In kleinen Ankleidezimmern bleibt die Mitte besser frei. Eine Wandablage oder die Oberseite einer Kommode übernimmt dort die Ablagefunktion.

Körbe und Boxen bündeln kleinere Gegenstände. Beschrifte geschlossene Behälter, wenn ihr Inhalt von außen nicht erkennbar ist.

Kleiderschrank New York 3-türig weiß

Licht und Spiegel richtig einplanen

In vielen Ankleidezimmern fällt nur wenig Tageslicht ein. Eine zentrale Deckenleuchte reicht dann oft nicht aus, da vor den Schränken Schatten entstehen.

Ergänze die Grundbeleuchtung durch Licht an Schrankseiten, Regalböden oder rund um den Spiegel. Eine neutrale Lichtfarbe gibt die Farben von Kleidung möglichst unverfälscht wieder. Verschiedene Leuchten können Grund- und Akzentbeleuchtung übernehmen.

Ein großer Spiegel gehört an eine Stelle, von der aus du dein Outfit mit etwas Abstand betrachten kannst. Prüfe vor der Montage, ob geöffnete Türen oder Schubladen den Blick versperren.

Sitzplatz nur bei ausreichend Raum

Eine Bank, ein Hocker oder ein kleiner Sessel machen das Anziehen bequemer und bieten eine kurzfristige Ablage. Der Sitzplatz darf jedoch nicht den Durchgang blockieren.

In einem schmalen Ankleidezimmer ist ein kompakter Hocker leichter unterzubringen als eine Bank. Er lässt sich bei Bedarf unter eine Konsole oder in eine freie Ecke schieben. In größeren Räumen kann eine Sitzbank die Mitte des Zimmers strukturieren.

Begehbaren Kleiderschrank im Schlafzimmer planen

Fehlt ein eigener Raum, kannst du einen Teil des Schlafzimmers abtrennen. Dafür kommen ein Raumteiler, ein Vorhang oder eine Schrankwand infrage. Der neue Bereich sollte weiterhin gut erreichbar sein und das Schlafzimmer nicht unnötig verdunkeln.

Eine Schrankwand kann zugleich als Trennung dienen. Achte darauf, dass die Rückseite sauber gestaltet ist, wenn sie vom Bett aus sichtbar bleibt. Helle Farben und eine gleichmäßige Beleuchtung verhindern, dass der abgetrennte Bereich gedrungen wirkt.

Kleiderschrank Hanau 4-türig weiß/graphit

Von der Skizze zum eingerichteten Ankleidezimmer

Wenn Maße, Stauraumbedarf und Laufwege feststehen, kannst du Schränke, Kommoden, Spiegel und Beleuchtung gezielt auswählen. Bei Möbel AS findest du passende Möbel, um dein Ankleidezimmer auf die vorhandene Fläche und deine Garderobe abzustimmen.

FAQ

Wie tief sollte ein Kleiderschrank sein?

Für Kleidung auf quer angeordneten Bügeln wird mehr Tiefe benötigt als für gefaltete Shirts oder Schuhe. Prüfe die Maße des jeweiligen Schranks und rechne zusätzlich Platz für Türen, Griffe und ausgezogene Schubladen ein.

Braucht ein Ankleidezimmer ein Fenster?

Ein Fenster ist nicht zwingend notwendig. Ohne Tageslicht benötigst du jedoch eine gleichmäßige Beleuchtung. Regelmäßiges Lüften beziehungsweise eine geeignete Belüftungsmöglichkeit helfen zudem, abgestandene Luft zu vermeiden.

Welcher Boden eignet sich für ein Ankleidezimmer?

Ein glatter Boden lässt sich leicht reinigen. Teppich dämpft Schritte und sorgt für eine wärmere Atmosphäre, sammelt jedoch schneller Staub. Entscheidend sind deine Anforderungen an Pflege, Komfort und die Verbindung zum angrenzenden Schlafzimmer.

Wie bleibt ein offener, begehbarer Kleiderschrank ordentlich?

Plane für jede Kleidergruppe einen festen Platz und lasse Fächer nicht übervoll werden. Einheitliche Bügel, Körbe und Boxen bringen zusätzlich Ruhe in offene Schrankbereiche.

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