Küche dekorieren: Erlaubt ist, was gefällt

Eine Küche zu planen und einzurichten, macht jede Menge Spaß. Für den gewünschten Wohlfühlfaktor sorgen Sie allerdings erst mit passender Deko. Die Küche ist in den meisten Haushalten nicht nur ein Ort, an dem gekocht und gegessen wird, sondern auch ein Raum, in dem gelebt wird. Dieses Gefühl sollte natürlich mit der Dekoration einhergehen. Anhand der Küchengestaltung zeigen sich Stil und Charakter des Bewohners am besten. Wie Sie bestimmte Gegenstände gekonnt in Szene setzen und somit ein harmonisches Gesamtbild erzeugen, verraten wir im Folgenden!

11 Ideen für Ihre Küchen-Dekoration

1. Sich Zeit lassen

Kaum sind alle Küchengeräte und Schränke an Ort und Stelle, können Sie sich der Dekoration widmen. Wir raten: Nehmen Sie sich Zeit, um die Küche zu dekorieren. Wer alles auf einmal kauft, stellt am Ende fest, dass der Raum überladen wirkt und nicht alles so zur Geltung kommt wie gewünscht. Wählen Sie Ihre Küchendekoration deshalb mit Bedacht. Meist ergeben sich die besten Ideen beim Aufstellen und Basteln der Wohnaccessoires.

2. Dekoration gruppieren

Wenn Sie Ihre Küche dekorieren, vermeiden Sie eine symmetrische Anordnung der Deko-Elemente. Vasen, Kerzen, Kräutertöpfe, Bücher und Einmachgläser wirken in Gruppen immer schöner als einzeln. Unser Tipp: Ungerade Konstellationen in Dreier- oder Fünfer-Grüppchen haben den Anschein, zufällig und ganz natürlich miteinander kombiniert zu sein. Das sorgt für eine lockere Atmosphäre.

3. Gewürze, Kräuter und Blumen

Frische Kräuter sollten in Ihrer Küche unter keinen Umständen fehlen. Schließlich sorgen sie für das gewisse Etwas auf dem Teller. Die grünen Gartenkräuter sind dabei nicht nur äußerst praktisch, sondern auch dekorativ. Ob in kleinen Töpfen auf dem Fensterbrett, auf der Arbeitsfläche oder an der Wand – der Fantasie sind bei der Präsentation keine Grenzen gesetzt. Ebenfalls ein Hingucker: bunte Gewürze in durchsichtigen Dosen oder offenen Regalen. So haben Sie die gewünschte Gewürzmischung im Handumdrehen parat. Ein wohlduftender Blumenstrauß auf der Kücheninsel oder dem Esstisch verleiht Ihrer Küche Lebendigkeit.

4. Für Abwechslung sorgen

Gleiche Farben, Materialien und Formen wirken auf das Auge des Betrachters schnell langweilig. Das sollten Sie unbedingt vermeiden. Die Küche ist schließlich ein Ort, der von einer aufregenden Farbvielfalt, Gerüchen und Experimenten lebt. Mit einer Prise Abwechslung erzeugen Sie Spannung im Raum. Ob ein selbstgenähter Tischläufer, eine frische Wandfarbe oder verschiedenfarbige Fliesen – neue Deko-Elemente erfüllen den Raum mit Freude.

5. Ausgewählte Kochbücher

Wer gern und viel kocht, besitzt in der Regel eine große Auswahl an Kochbüchern. Mit den Jahren gesellen sich außerdem handgeschriebene Rezepte von Oma und Freunden dazu. Die Sammlung kulinarischer Köstlichkeiten sollte dabei keineswegs hinter Schranktüren verschwinden, sondern beim Dekorieren der Küche berücksichtigt werden. Griffbereit in einem separaten Regal wirken die Bücher und Rezeptordner richtig gemütlich – fast wie im Wohn- oder Lesezimmer. Damit die Einbände nicht mit Fettspritzern übersäht werden, platzieren Sie die Rezeptbände nicht in der Reichweite Ihres Herdes.

Ein positiver Nebeneffekt: Haben Sie die Kochbücher öfter im Blick, probieren Sie hin und wieder vielleicht ein neues Gericht aus.

6. Dekorative Einmachgläser

Mit Aufbewahrungsbehältern aus Glas sparen Sie nicht nur Zeit, sondern auch Nerven. Auf einen Blick können Sie erkennen, wo sich welche Zutaten befinden. Außerdem wissen Sie jederzeit, in welcher Menge das Lieblingsmüsli noch im Haus ist. Gleichzeitig sind die Gläser eine schöne Idee, um Ihre Küche zu dekorieren. Für einen stimmigen Gesamteindruck sollten die Einmachgläser aus derselben Serie stammen oder sich zumindest ähneln. Sonst wirkt die Küchenzeile schnell unordentlich.

7. Persönlichkeit einfließen lassen

Durch persönliche Gegenstände verleihen Sie einer Räumlichkeit Charakter. Ob Fotos Ihrer Liebsten, Mitbringsel vergangener Reisen oder ein selbstgemaltes Bild – sie wecken allesamt positive Erinnerungen und machen Ihre Küche wohnlich. Die Gegenstände lassen sich integrieren, indem sich Farben oder auch Materialien in den umliegenden Küchenhelfernwiederfinden.

8. Farbwelten

Farbige Deko-Elemente bringen Freude und Leben in Ihre Küche. Auf diese Weise können Sie mit bunten Accessoires gezielt Akzente setzen. Damit der Raum nicht zu unruhig erscheint, konzentrieren Sie sich auf stimmige Farbkompositionen. Mixen Sie nicht zu viele Farben miteinander, sondern kombinieren Sie die Grundtöne der Küche und ergänzen Sie diese durch ein oder zwei Highlight-Farben. Durch farbenfrohe Stühle, Textilien oder auch Küchengeräte wird der Raum zu einem Ort, an dem sich jeder sofort wohlfühlt.

9. Wandbilder zum Anbeißen

Die Wände Ihrer Küche sind noch recht leer? Mit Wandbildern oder -tattoos hauchen Sie weißen Wänden Leben ein und sorgen für eine gemütliche Atmosphäre. Bei der Motivauswahl bieten sich vor allem bunte Lebensmittel-Bilder oder lustige Sprüche an. Die Küchendeko an der Wand unterstreicht einen frischen und modernen Wohnstil. Entscheiden Sie sich für Motive, die Lust aufs Kochen und Essen machen!

10. DIY-Deko

Kreative Bastelfreunde können sich frei entfalten, wenn sie die Küche dekorieren. Wieso die Fertigung der Deko nicht selbst in die Hand nehmen? So wird jedes Küchenaccessoire ein echtes Unikat. Ihre Möglichkeiten bei der Küchendekoration sind groß – eine Grenze gibt es nicht. Wie wäre es mit einer Europalette an der Wand, an der Sie Ihre Lieblingstassen oder häufig benutzte Küchenutensilien aufhängen? Halter für Hand- und Geschirrtücher lassen sich beispielsweise aus altem Besteck basteln. Eine Pinnwand können Sie aus alten Weinkorken fertigen. Kleben Sie diese auf ein Stück Holz und pinnen Sie Einkaufszettel, wichtige Notizen und Urlaubspost fest. So haben Sie Termine und Erledigungen stets im Blick.

11. Weniger ist mehr

Wie in jedem Raum des Hauses gilt auch hier: lieber ausgewählte Stücke in Szene setzen als jede freie Fläche krampfhaft füllen zu wollen. Behalten Sie beim Dekorieren der Küche im Hinterkopf, dass Sie genügend Arbeitsfläche benötigen, um kochen zu können.

Einrichtungsfehler, die Sie unbedingt vermeiden sollten

  • Achten Sie darauf, dass Ihre Auswahl an Küchengeräten nicht die gesamte Arbeitsfläche einnimmt. Setzen Sie die Exemplare, die Sie täglich nutzen, gekonnt in Szene und verstauen Sie den Rest in Schubladen und Schränken.
  • Wählen Sie lieber dezente Farben für die Küchenfronten Ihrer Einbauküche. An zu grellen Farben können Sie sich schnell sattsehen.
  • Finden Sie eine gute Balance zwischen offenen und geschlossenen Regalen sowie Schränken. So wirkt die Küche gleich einladend und harmonisch.
  • Betrachten Sie die Küche als einen Wohnraum und denken Sie nicht zu praktisch bei der Einrichtung. Andernfalls erscheint der Raum schnell kühl und ungemütlich.
  • Sorgen Sie für ausreichend Beleuchtung, sonst stehen Sie sich beim Gemüseputzen stets selbst im Licht.  

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